n.b.s Blog

Digitalisierung im Verkauf - wir finden’s cool

Der persönliche Verkauf, so könnte man glauben, ist wohl das analogste Marketing, das wir uns nur vorstellen können. Hier kommt es auf das persönliche Gespräch an, auf die positive Energie, die zwischen zwei Menschen entstehen kann, die meiner Meinung nur in der zwischenmenschlichen Kommunikation spürbar sein kann.

Ich denke, das wird auch noch eine Weile so bleiben. In den letzten beiden Jahren haben wir viel verändert, neue Kommunikationswege aufgebaut, uns mit der digitalen Welt in vielen Schulungen, Meetings und dem einfachen Ausprobieren vertraut gemacht. Vieles haben wir aufgenommen, einiges haben wir wieder sein lassen (Kennwort Snapchat…nein, das funktioniert bei uns einfach nicht). Aber in diesen 24 Monaten der Fokussierung auf neue Medien, haben wir erkannt, dass uns einiges sehr positiv unterstützen kann und wir immer besser und sicherer im Umgang mit den neuen Tools geworden sind. Das persönliche Gespräch ist das, was wir „von der Piecke“ auf gelernt haben, das haben wir intus und das macht auch unglaublich viel Spaß.

Unterstützend nutzen wir, und das immer erfolgreicher, facebook, XING, Instagram und Videos. Während dieses ongoing-Lernprozesses, haben wir eines ganz klar erkannt. Nicht die Technik zeigt uns Grenzen, die ist immer optimal. Es sind wir selbst, wir Menschen, auch wenn wir sehr interessiert sind, sogar wenn wir fast „freakig“- was einigen von uns durchaus passiert ist - sind, immer wieder in alte Gewohnheiten verfallen. Sie sind ein Hund, diese Gewohnheiten, diese vertrauten Abläufe, die uns in unserem Wohlfühlmodus arbeiten lassen. Da müssen wir nicht in den anstrengenden aktiven Modus umschalten, wie wir aktuell von dieser Zeit so oft gezwungen werden. Ja,  mühsam, diese Digitalisierung, oder? Eigentlich ist es ja der langweilige Wohlfühlmodus, der uns stumpf und unaufmerksam macht. Es ist der aktive Modus, der uns Dinge sehen und aufnehmen lässt, die neue Erfahrungen für uns bedeuten, die neue Synapsen in unserem Hirn aufbauen und uns letztlich intelligenter machen sollte. Vielleicht gehts Euch genauso. Wenn wieder irgendein neues Medium, ein neues Tool „aufpoppt" und wir uns dazu entschließen, es uns genauer anzusehen, dann spüre ich direkt, wie sich die neuen Synapsen bilden und anfangen in meinem Kopf zu „rocken“. Manchmal so stark, dass das Abstellen dieser frisch geschlüpften Kerle richtig schwierig ist. Ich glaube, das ist dann der Moment, in dem man die Digitalisierung verflucht und sich in den vertrauten offline Modus zurückzieht.

Als analoges Marketingteam sollten wir Digitalisierung eigentlich fürchten, aber wir haben uns in diese neuen Helferlein, ganz gegen dieser Annahme, beinahe verliebt. Weil’s einfach Spaß macht. Viele meinen, dass wir uns viel Zeit sparen. Das ist es aber definitiv nicht. Gerade nimmt es uns viel Zeit fürs Kennenlernen und „damit Umgehen“ weg. Unsere Kunden sind nun überall, manche liebe die Kontaktaufnahme über Soziale Medien, andere über Telefon, andere per e-mail, andere per Website……die Liste wird immer länger. Unsere Herausforderung ist schon lange nicht mehr, die Kontaktaufnahme per se, sondern die Wahl des richtigen Kommunikationsweges. Je schneller wir unsere Kunden wieder aufgespürt haben, desto schneller können wir ihm wieder Infos weiterleiten und dann kann passieren, dass er sich in ein neues Tool verliebt, das neue nutzt und wir machen uns wieder auf die Suche. Was aber immer noch gleich wie vor 10 Jahren ist: Unser Ziel! Das ist das persönliche Gespräch. Warum? Hier haben wir, um in digitalen Messlatten zu sprechen, eine Conversion Rate von ca. 30 %….und genauso lass ich das nun mal im digitalen Raum stehen :-)