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Weihnachten in anderen Ländern

Es weihnachtet! Aber wusstest du, dass Weihnachten nicht überall auf die gleich Weise gefeiert wird? Wir haben uns dazu ein bisschen schlau gemacht und sind über interessante Weihnachtsfakten gestolpert. Das Weihnachtsfest wird unterschiedlich gelebt und gefeiert, manchmal sogar innerhalb eines Landes oder einer Region. Nur eines haben alle "Weihnachtsversionen" gemeinsam: Das Feiern im Kreis der Liebsten, das Genießen der gemeinsamen Zeit mit einem großen Essen und das Austauschen von Geschenken, denen in manchen Ländern mehr, in anderen wieder nicht so viel Bedeutung beigemessen wird. Wie das besinnliche Fest in anderen Ländern der Welt aussieht, wer die Geschenke bringt und wann die Festlichkeiten stattfinden, verraten wir Dir in diesem Beitrag.

Belgische Weihnachtstradition

In Belgien findet man nicht nur eine, sondern zwei Weihnachtsfiguren: Sankt Nikolaus ("Sinterklaas") und den Weihnachtsmann. Als klassisches Kinderfest wird am 6. Dezember Sankt Nikolaus gefeiert. Wie in Österreich werden die Kinder, die sich über das vergangene Jahr gut benommen haben, mit Süßigkeiten und kleinen Spielzeugen belohnt, jedoch nimmt dieser Festtag einen weitaus höheren Stellenwert ein als bei uns.

Am eigentlichen Weihnachtsabend kommt dann der Weihnachtsmann, der die Geschenke unter den Baum legt - also ganz nach amerikanischem Vorbild. Jedoch gibt es immer noch Familien, die an der alten Tradition, die Geschenke selbst unter den Baum zu legen, festhalten. Entgegen der amerikanischen Tradition werden die Geschenke jedoch meist schon am Abend geöffnet und nicht erst am nächsten Morgen. Bevor dies jedoch geschieht, wird noch ordentlich gespeist: Traditionellerweise wird ein Drei-Gänge-Menü serviert. Als Hauptspeise gibt es üblicherweise Jagdwild, Braten oder Meeresfrüchte. Als Nachspeise nimmt der Weihnachtsbaumstamm eine wichtige Rolle ein. Dieser besteht aus einem Biskuitgebäck mit Schokolade, das so dekoriert wird, dass es wie ein Baumstamm aussieht.

Zu Silvester wird meist mit Freunden oder Verwandten bis spät in die Nacht gefeiert. Hierzu finden in den Städten zahlreiche organisierte Silvesterpartys und Freiluftkonzerte statt. Der Neujahrstag wird dann auf traditionelle Weise oft mit der Familie verbracht.

Weihnachten in Spanien

In Spanien sind zwei Tage von spezieller Bedeutung wenn es um die Weihnachtszeit geht - Silvester und der Tag der Heiligen Drei Könige. Nochevieja, der letzte Tag des Jahres, findet mit einer ganz besonderen Tradition sein Ende: Zu den letzten Glockenschlägen des Jahres wird pro Glockenschlag je eine von insgesamt 12 Weintrauben verspeist. Wurden alle Weintrauben rechtzeitig verspeist, erwartet Dich ein Jahr des Glücks und des Wohlstands. Sechs Tage später und mit großer Vorfreude der kleineren Spanier findet das nächste Highlight statt - die Heiligen Drei Könige (Kaspar, Melchior & Balthasar) kommen um die Geschenke zu bringen - aber natürlich nur wenn sich die Kinder in diesem Jahr anständig verhalten haben.

Thailand

Aufgrund der Tatsache, dass die Mehrheit der thailändischen Bevölkerung Anhänger des buddhistischen Glaubens ist, spielt das christliche Weihnachten in traditioneller Hinsicht keine Rolle. Nichts desto trotz findet man um die Weihnachtszeit kaum eine Shopping Mall, ein Hotel oder ein Restaurant in Thailand ohne weihnachtlicher Dekoration. Dies ist jedoch nicht auf die Tradition zurückzuführen, sondern auf die Kommerzialisierung der Festtage.

Russland & die orthodoxe Kirche

Aufgrund des julianischen Kalenders, der die Zeitrechnung der orthodoxen Kirche bestimmt, findet die Weihnachtsfeier in Russland erst 13. Tage später als bei uns in Österreich statt, nämlich am 7. Jänner. Die 40 Tage davor, das heißt von 28. November bis 6. Jänner, wird in der orthodoxen Kirche gefastet um damit seine Sünden vor Gott zu bereuen und sich mit Gott zu versöhnen. Im Gegensatz zu anderen Ländern, liefert weder das Christkind, noch der Weihnachtsmann die Geschenke - das übernimmt in Russland Väterchen Frost, der als Zauberer über den russischen Winter herrscht. Wann genau Väterchen Frost jedoch kommt ist nicht fixiert - entweder am 24. Dezember, am 31. Dezember oder am 7. Jänner.

Diese Weihnachtstradition ist auch in anderen orthodoxen Ländern wie der Ukraine und Ländern in Osteuropa üblich.

Großbritannien

Die britische Weihnachtstradition ist der amerikanischen sehr ähnlich - oder eher anders herum. Auf jeden Fall bringt der Weihnachtsmann, der im United Kingdom meist als Father Christmas bekannt ist, in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember die Geschenke, welche dann am nächsten Morgen geöffnet werden. Der Nachmittag des 25. Dezembers wird meist vor dem Fernsehen verbracht, um sich die Weihnachtsansprache der Queen an den gesamten Commonwealth anzuschauen. Der 26. Dezember wird klassisch als "Boxing Day" bezeichnet und dieser wird mit Freunden und Verwandten (und jede Menge Essen) verbracht.

U.S.A.

Weihnachten in den USA ist ein Spektakel, das seinesgleichen sucht. Wo man auch hinsieht entdeckt man geschmückte Tannenbäume, hoch hängende Mistelzweige und aufwändig dekorierte Weihnachtsmärkte. Am Abend des 24. Dezember wird mit der Familie der traditionelle Truthahn verspeist, die Geschenke werden in der Nacht auf den 25. Dezember von Santa Claus durch den Kamin gebracht um am Morgen dann mit großer Begeisterung ausgepackt zu werden. 

 

Australien - Weihnachten in Sommerhitze

In Australien findet Weihnachten unter vollkommen unterschiedlichen klimatischen Bedingungen statt - nämlich im australischen Sommer bei durchschnittlich 35°C. Trotzdem spricht man von weißen Weihnachten - jedoch ist es nicht der Schnee, der weiß ist, sondern die Sandstrände. Abgesehen davon ähnelt der weihnachtliche Ablauf sehr dem in den USA. Am 24. Dezember wird im Familienkreis gespeist und gefeiert, üblicherweise wird Putenbraten gefolgt von Plumpudding serviert. Am Abend stellen die Kinder als Versorgung für Santa Claus eine Schale Milch und eine Karotte bereit. Die Bescherung findet dann am Morgen des 25. Dezember statt. Der 26. Dezember ist auch in Australien als Boxing Day bekannt, jedoch wird er dank der geöffneten Geschäfte auch oftmals zum Shoppen genützt.

Tansania

Das Weihnachtsfest in Tansania ähnelt sehr dem in Deutschland. Ein großer Unterschied ist jedoch, gleich wie bei Australien, die Temperatur von rund 30°C. Besonders ist, dass großen Wert auf neue und saubere Kleidung gelegt wird - deswegen wird auch fast ausschließlich Kleidung verschenkt.

Schweden

Die Weihnachtszeit beginnt in Schweden offiziell mit dem Luciafest. Dieses findet am 13. Dezember statt und ist ein staatlicher Feiertag. Traditionellerweise kleidet sich die älteste Tochter jeder Familie engelsgleich in ein weißes Kleid mit einem roten Seidenband um die Hüfte und einem Kranz mit Kerzen auf dem Kopf und bringt den Eltern Kaffee und Lussekatter (ein schwedisches Hefegebäck) ans Bett.

Am frühen Nachmittag des 24. Dezember, sobald es dunkel geworden ist, beginnen dann die eigentlichen Festlichkeiten. Üblicherweise wird im Rahmen der Familie zuerst ein Donald Duck Film geschaut, bevor es mit dem Essen und den Geschenken weitergeht. Das Weihnachtsbuffet ist eine vielfältige Variation aus Speisen wie Fleischwurst, Kartoffeln, Heringssalat und Weihnachtsschinken (und vielen weiteren köstlichen Gerichten). Anschließend werden die Geschenke vom Weinachtsmann (Jultomten) gebracht - damit er den Weg zum richtigen Haus auch findet, werden gerne Kerzen in die Fenster gestellt.

Der 25. Dezember wird im Kreis der Familie verbracht, hat aber bei weitem nicht so einen großen Stellenwert wie bei uns. Da der 26. Dezember der St. Steffans Tag ist, welcher der Schutzpatron der Tiere ist, bekommen diese eine extra Portion Futter.

Eine weitere Besonderheit in der schwedischen Weihnachtstradition ist, dass das Weihnachtsfest statt 12 Tagen insgesamt 20 Tage andauert - das wurde im 11. Jahrhundert so von König Knut angeordnet.

 

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