Kurz gesagt: HubSpot hat im Herbst 2026 für Neukund:innen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika ein neues Preismodell eingeführt. Alle Bereiche (Marketing, Vertrieb und Service) laufen auf einer Plattform. Bezahlt wird eine Edition (Starter, Professional oder Enterprise), dazu Seats pro Person und Credits für den Verbrauch, etwa für E-Mail-Versand, Workflows oder KI-Agenten.
Ein günstiger Preis pro Seat bedeutet noch nicht, dass HubSpot insgesamt günstiger wird.
Bisher hing der Preis vor allem davon ab, welche Hubs gebucht waren. Im neuen Modell zählt zusätzlich, wie intensiv das System genutzt wird. Für Teams, die viel per E-Mail kommunizieren oder stark automatisieren, verschiebt sich damit die Kalkulation.
Auf der UNBOUND 2026 in Boston war das neue Preismodell für EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) eines der Themen. HubSpot hat ihm eine eigene Session gewidmet.¹ Einen ausführlichen Rückblick auf die Konferenz (unser Thomas war vor Ort) gibt es im Beitrag Zurück aus Boston. HubSpot bezeichnet das Modell selbst als „Flexible Seats-and-Credits Pricing“. Es richtet sich an Neukund:innen in EMEA, also auch in Österreich.²
Das Prinzip hat drei Bausteine:
Für Entscheider:innen heißt das: Es ist leichter zu verstehen, was im Paket steckt, die Kosten lassen sich aber schwerer vorhersagen.
HubSpot unterscheidet zwei Arten von Seats.³ Core Seats geben Zugang zu den Grundfunktionen, laut HubSpot inklusive Breeze Assistant, angereicherter Daten und Smart CRM. Front Office Seats bieten zusätzlich eigene Arbeitsbereiche und Werkzeuge für Teams mit Kund:innenkontakt, also etwa Vertrieb oder Service, und enthalten den Core-Zugang.
| Edition | Core Seat pro Monat | Front Office Seat pro Monat | Inkludierte Credits pro Monat | Datensätze |
|---|---|---|---|---|
| Starter | € 20 (max. 10 bezahlte Seats) | nicht verfügbar | 5.000 | 25.000 |
| Professional | € 60 | € 120 | 10.000 | 250.000 |
| Enterprise | € 90 | € 150 | 15.000 | 15 Mio. |
*Listenpreise laut HubSpot Product and Services Catalog Supplement, Stand Oktober 2026.*³
Nicht verbrauchte Credits verfallen am Monatsende. HubSpot formuliert es so: „Unused credits do not roll over into the following month.“³
Neu und ungewohnt sind die Credits. Je nach Aktion verbraucht HubSpot unterschiedlich viele davon, bei größeren Mengen sinkt der Wert pro Einheit:³
Wer mehr verbraucht, als inkludiert ist, zahlt nach: € 0,01 pro Credit, verrechnet in Schritten von 10 Credits. Alternativ gibt es Kapazitätspakete zu € 10 pro 1.000 Credits sowie eigene Pakete für E-Mail-Versand, Workflow-Aktionen und Agenten.³
Wie stark sich das auswirkt, zeigt ein typisches Szenario: Ein Tourismusbetrieb verschickt einen monatlichen Newsletter an 2.000 Gäste.
2.000 Sends × 15 Credits = 30.000 Credits.
Im Starter-Paket sind 5.000 Credits enthalten. Die restlichen 25.000 Credits kosten pay-as-you-go € 250 im Monat, zusätzlich zu den Seats. Automatisierungen wie Willkommensstrecken oder Erinnerungsmails sind dabei noch nicht eingerechnet.
Das inkludierte Starter-Kontingent reicht also für rund 333 Marketing-Mails im Monat, wenn die Credits für nichts anderes gebraucht werden.
Ein Vertriebsteam, das wenig automatisiert und kaum Massenmails verschickt, kommt dagegen mit den inkludierten Credits deutlich weiter. Entscheidend ist deshalb, wie das eigene Team das System tatsächlich nutzt.
Das neue Modell richtet sich laut HubSpot an Neukund:innen in EMEA.² Für bestehende Kund:innen gilt der Grundsatz aus dem HubSpot-Produktkatalog: Sie bleiben in ihrem aktuellen Preismodell, „unless and until we contact you“, also bis HubSpot sich meldet.⁴
Gleichzeitig behält sich HubSpot vor, Kund:innen mit älteren Abos auf aktuelle Produkte umzustellen: „If you have legacy Subscription Services, we may choose to move you to our then-current products.“³
Kurzfristig ändert sich also nichts. Mittelfristig ist die Richtung aber klar: HubSpot will Verbrauch messen und verrechnen. Wer heute schon weiß, wie viele Mails, Workflow-Aktionen und KI-Konversationen im Monat anfallen, kann eine spätere Umstellung gelassen angehen.
Das neue Pricing macht ein Thema wichtiger, das oft unterschätzt wird: Datenqualität und Prozessdesign im CRM. Doppelte Kontakte, Newsletter an inaktive Adressen oder unnötig verschachtelte Workflows waren bisher vor allem ein Ordnungsproblem.
Jetzt kosten sie Credits und damit Geld.
Wer Kontaktlisten bereinigt, Segmente sauber aufbaut und Automatisierungen schlank plant, hält den Verbrauch niedrig. Genau hier setzt NBS DATA an: Gemeinsam mit Kund:innen wird analysiert, welche Edition und welche Seats wirklich nötig sind, wo Credits anfallen und wie sich Workflows effizienter aufsetzen lassen. So lassen sich die Kosten planen, statt dass die erste Monatsrechnung überrascht.
Gilt das neue HubSpot Pricing auch in Österreich?
Ja. HubSpot hat das Modell „Flexible Seats-and-Credits Pricing“ für Neukund:innen in der Region EMEA eingeführt, zu der Österreich gehört. Die Preise werden in Euro angegeben. Bestehende Accounts sind davon zunächst nicht betroffen.
Müssen bestehende HubSpot-Kund:innen auf das neue Modell umsteigen?
Derzeit nicht automatisch. Laut HubSpot bleiben bestehende Kund:innen in ihrem aktuellen Preismodell, bis HubSpot sich meldet. HubSpot behält sich aber vor, ältere Abos auf aktuelle Produkte umzustellen. Bei Vertragsänderungen sollte daher geklärt werden, welches Modell dann gilt.
Was sind HubSpot Credits?
Credits sind eine Verrechnungseinheit für Verbrauch im System. Marketing-Mails, Workflow-Aktionen, Telefonie, WhatsApp-Nachrichten und KI-Agenten verbrauchen jeweils eine bestimmte Menge an Credits. Jede Edition enthält ein monatliches Kontingent, das nicht ins Folgemonat übertragen wird. Zusätzliche Credits kosten pay-as-you-go 1 Cent pro Stück.
Wie viele Mails sind im HubSpot Starter-Paket enthalten?
Starter enthält 5.000 Credits pro Monat. Eine Marketing-Mail kostet in der ersten Stufe 15 Credits. Das entspricht rund 333 Mails, sofern die Credits für nichts anderes gebraucht werden.
Was ist der Unterschied zwischen Core Seats und Front Office Seats?
Core Seats geben Zugang zu den Grundfunktionen inklusive Breeze Assistant und Smart CRM. Front Office Seats bieten zusätzlich eigene Arbeitsbereiche und Werkzeuge für Teams mit Kund:innenkontakt. Sie sind ab der Professional-Edition verfügbar und kosten etwa doppelt so viel wie ein Core Seat.
Wie viele Kontakte und Datensätze sind möglich?
HubSpot gibt die Kapazität an Datensätzen pro Edition an: 25.000 bei Starter, 250.000 bei Professional und 15 Millionen bei Enterprise. Für viele kleine und mittlere Betriebe ist damit schon Starter oder Professional ausreichend.
¹ HubSpot, UNBOUND 2026 Partner Recap, 2026, hubspot.com
² HubSpot, Flexible Seats-and-Credits Pricing (Partner-Ressourcen EMEA), 2026, offers.hubspot.com
³ HubSpot, Flexible Seats-and-Credits Pricing Product and Services Catalog Supplement, 2026, hubspot.com
⁴ HubSpot, HubSpot Product & Services Catalog, 2026, legal.hubspot.com