Kurz gesagt: Ein professionelles Pipedrive-Onboarding dauert in der Regel zwei bis vier Wochen und läuft in drei Phasen ab: Evaluierung, Setup/Onboarding und laufende Betreuung. Wer eigene Bestandsdaten migriert, sollte zusätzliche Zeit für Datenbereinigung einplanen.
"Wie lange dauert die Einführung von Pipedrive?" ist eine der häufigsten Fragen, die uns erreichen – meist direkt gefolgt von "Und was kostet das zusätzlich zur Lizenz?". Hier die Antwort im Detail, Woche für Woche.
Phase 1: Evaluierung (Woche 1)
Bevor überhaupt ein Account eingerichtet wird, steht die Analyse des bestehenden Vertriebsprozesses: Wie sehen die aktuellen Verkaufsphasen aus? Welche Daten liegen bereits vor – in Excel, einem alten CRM oder verteilt auf mehrere Tools? Welche Version und welche Add-ons passen zum tatsächlichen Bedarf, nicht zum größtmöglichen Funktionsumfang?
Diese Phase entscheidet über den Erfolg der gesamten Einführung. Ein Setup, das auf einer unklaren Prozessanalyse aufbaut, muss später aufwendig nachgebessert werden.
Phase 2: Onboarding und Setup (Woche 2–3)
Jetzt wird es konkret: Pipelines und Verkaufsphasen werden individuell eingerichtet, Pflichtfelder und Automatisierungen definiert und – falls vorhanden – Bestandsdaten importiert. Bei Datenmigration gehört eine strukturierte Dublettenprüfung und die Standardisierung von Feldinhalten dazu, damit keine unvollständigen oder doppelten Datensätze mitwandern.
Parallel dazu findet die Schulung des Teams statt – praxisnah, direkt am neuen System und mit den eigenen, echten Daten statt an einem generischen Demo-Account. Das ist der Unterschied zwischen einem System, das installiert wurde, und einem System, das im Alltag tatsächlich genutzt wird.
Phase 3: Laufender Support (ab Woche 4)
Nach dem Go-live beginnt die eigentliche Bewährungsprobe: Nutzt das Team das System konsequent? Hier zahlt sich eine laufende Betreuung aus – regelmäßige Datenpflege, neue Automatisierungen nach den ersten Erfahrungswerten, Update-Management und aktive Pipeline-Betreuung. Ohne diese Phase verwässert die Datenqualität in den meisten Fällen innerhalb weniger Monate.
Realistischer Zeitplan im Überblick
| Woche | Aktivität |
|---|---|
| 1 | Analyse des Vertriebsprozesses, Auswahl von Plan und Add-ons |
| 2 | Einrichtung der Pipelines, Phasen und Automatisierungen |
| 3 | Datenmigration, Dublettenprüfung, Teamschulung |
| 4 | Go-live und erste Anpassungen aus dem echten Betrieb |
| laufend | Monatliche Betreuung, neue Automatisierungen, Reporting-Feinschliff |
Bei größeren Teams oder umfangreicher Datenmigration aus mehreren Altsystemen kann sich dieser Zeitplan auf sechs bis acht Wochen verlängern.
Was das Onboarding zusätzlich zur Lizenz kostet
Die Lizenzkosten sind unabhängig vom Onboarding-Aufwand (siehe unser Artikel zu den Pipedrive-Preisen). Der Aufwand für Analyse, Setup, Migration und Schulung variiert je nach Teamgröße und Datenlage, ein sauberes Angebot schlüsselt diese Punkte immer einzeln auf, statt sie pauschal in die Lizenz einzurechnen.
Detaillierte Infos zu n.b.s & Pipedrive
Was Unternehmen konkret tun können
Sammle vor dem ersten Beratungsgespräch drei Dinge: eine grobe Skizze deiner aktuellen Verkaufsphasen (auch wenn sie nur auf Papier oder in Excel existieren), eine ehrliche Einschätzung, wie sauber deine Bestandsdaten wirklich sind, und eine Liste, wer im Team das System täglich nutzen wird. Damit lässt sich die Evaluierungsphase deutlich verkürzen.
Was als Nächstes kommt
Im nächsten Artikel geht es um ein persönliches Thema: Wir erklären im Interview, warum wir uns überhaupt entschieden haben, offizieller Pipedrive-Partner zu werden.
FAQ
Wie lange dauert eine Pipedrive-Einführung im Durchschnitt? Für ein kleines bis mittleres Vertriebsteam meist zwei bis vier Wochen, bei umfangreicher Datenmigration aus mehreren Systemen auch sechs bis acht Wochen.
Muss mein Team vor dem Onboarding Pipedrive-Vorkenntnisse haben? Nein. Schulungen sind fester Bestandteil jeder professionellen Einführung und werden individuell auf das jeweilige Team abgestimmt.
Was passiert mit meinen alten Kundendaten aus Excel oder einem anderen CRM? Sie werden importiert, dabei aber vorher bereinigt: Dubletten werden geprüft, Feldinhalte standardisiert und fehlende Pflichtfelder ergänzt.
Kann ich Pipedrive auch ohne externe Begleitung einführen? Technisch ja. In der Praxis entstehen dabei aber häufig unstrukturierte Pipelines und ein System, das im Alltag nicht konsequent genutzt wird – der eigentliche Wert eines CRMs hängt stark von der Sorgfalt des Setups ab.
Was ist der wichtigste Schritt vor dem eigentlichen Setup? Die ehrliche Analyse des bestehenden Vertriebsprozesses. Ein Setup ohne diese Grundlage muss später fast immer nachgebessert werden.
Bietet n.b.s auch die laufende Betreuung nach dem Onboarding an? Ja, über monatliche Betreuungspakete, die Datenpflege, neue Automatisierungen und Update-Management umfassen.